"Das, was war, ist das, was wieder sein wird. Und das, was getan wurde, ist das, was wieder getan wird. Und es gibt gar nichts Neues unter der Sonne."
(Prediger 1, 9)
(Prediger 1, 9)
Februar ist es nun schon. Zweifellos, das Jahr 2006 ist nun tatsächlich um, selbst ich, unflexibel wie ein Besenstiel, habe es mittlerweile akzeptiert. Es war ein sehr interessantes Jahr, das ich sehr lieb gewonnen hatte und ich habe einen vollen Monat gebraucht, um es wirklich loslassen zu können. Es war das Jahr, in dem Herr Kutschera bewiesen hat, dass er zu ganz hervorragenden Gedächtnisleistungen fähig ist, und sich auch noch nach Jahren an jedes einzelne seiner geäußerten Worte erinnern kann. [1]
Man muss die eigenen Äußerungen wohl schon für reinste Offenbarungen halten, wenn man sie mit solcher Sorgfalt im Gedächtnis verstaut. Im Falle von Kutschera und seinen Jüngern scheint dies zumindest zuzutreffen. Anders lässt sich kaum erklären, weshalb die repräsentativen Evolutionsbiologen des vdbiol ihre Weisheiten schon so früh im Jahr unbedingt unter die Leute bringen zu wollen scheinen. So knöpfte man sich bereits im Januar den ersten Mann aus eigenen Reihen vor und unterstellte ihm aus reiner Unlust an Recherche Zugehörigkeit zum feindlichen Lager.
Ich muss dazu sagen, dass ich bereits in sehr angeheiterter Stimmung war, als ich von dieser Begebenheit erfahren durfte. Veranlasst war diese von einer hervorragenden Parodie worden, die ich im folgenden mit den Besuchern meines Blogs teilen möchte. Wieder lässt sich hierbei eine Brücke zum Vorjahr schlagen – dem Jahr des Richard Dawkins. Unermüdlich war er von Talkshow zu Talkshow gehetzt, um nimmermüde durch die Wiederholung der immer selben lächerlichen Phrasen davon abzulenken, dass seine neueste Hassschrift eine ziemlich „lächerliche“ Sache war. Man sieht – schon das war also eigentlich bereits Grund genug, um belustigt dahin schreiten zu können. Wirkliche Schadenfreude machte sich jedoch erst breit, als ich erkennen durfte, dass meine immer wieder geäußerte Prophezeiung einzutreffen schien: Dawkins Verhalten wurde endlich einmal als das erkannt, was es schon immer war: Ausdruck eines radikalen und fanatischen Weltbilds. Hier nur eines von vielen Beispielen. Vielen Dank an Christian Passon, der mich auf diese Sendung aufmerksam gemacht hat.)
Und noch schöner: nicht wenige, die bis dato Dawkins Ursprungsvorstellungen geteilt hatten, fühlten sich durch seinen Rundumschlag beleidigt und begannen nun auch gegenüber seinen Thesen bezüglich des Ursprunges des Lebens skeptisch zu werden. Auslöser war hierfür in meinen Augen die aus purer Ignoranz getätigte, unglaubliche, Verallgemeinerung. Die Parallelen zur Herrn Kutschera, welcher alle Menschen mit nicht 100%ig materialistischem Weltbild als „bibeltreu“ bezeichnet, sind unverkennbar. [2]
Und ich bin äußerst zuversichtlich, dass das Jahr 2007 eine weitere Annäherung der AG Evolutionsbiologie an Richard Dawkins darstellen wird und ich bin zuversichtlich, dass die Auswirkungen die selben sein werden. Es soll aber dann keiner sagen, ich hätte davor nicht schon frühzeitig gewarnt! [3]
Um den Kreis endlich schließen zu können hier also endlich die erwähnte Parodie:
Und um an dem vor dem Posten des Links endenden Gedanken wieder anzuknüpfen:
Eben in jenem Sinne – dem Annähern an die Methode Richard Dawkins', die wir als unzulässige Verallgemeinerung definiert haben – haben die genannten Evolutionsbiologen im laufenden Jahr wie bereits angedeutet eine Glanzleistung vollbracht. Und eben jene Glanzleistung war es, welche mir den ersten großesn Spaß des Jahres beschert hatte, während ich noch in den Erinnerungen an das alte Jahr und den guten, alten Dawkins geschwelgt war. Wenn Kreationisten als Verrückte bezeichnet werden, Gläubige als Opfer böser Meme, Philosophen als Bibeltreue – all das mag ja noch angehen, aber wenn man schon die eigenen Mitstreiter als Gegner brandmarkt, dann ist es wirklich weit gekommen. Und dann hat man wirklich das Höchstmaß an Kontraproduktivität bezüglich des eigenen Standpunktes erreicht.
Nachdem es im Vorjahr Georg Menting, der offensichtlich Besucher meines Blogs ist [4], war, der sich den Zorn der Evolutionsbiologen zugezogen hatte, war es in diesem Jahr Julio Lambing, der kurzerhand zum „Evolutionsgegner“ deklassiert wurde:
Sehr komisch, diese Geschichte. Ja, unfreiwillig komisch. Und zwar so sehr, dass man schon beinahe wieder Absicht dahinter vermuten könnte. Da zur Komik jedoch auch noch die Blamage kommt wäre es vielleicht tatsächlich keine schlechte Idee, sich darauf herauszureden, das ganze hätte nur zur Aufmunterung der Evolutionsbiologen-Kritiker dienen sollen und sei ein Scherz gewesen. Nur so als Tipp ... Vielleicht, um mich aufzumuntern, der ich doch so schönes Mitleid dafür ernten durfte, dass ich offensichtlich nicht in der Lage sei, mir Webspace zu beschaffen (Herrje, Leuts! Problemchen kann man haben ... ) [5].
Angesichts solcher Fehlleistungen wie im Falle Lambing darf man sich schon auf den nächsten großen Wurf der Evolutionsbiologen warten. Spätestens mit dem in Kürze herauskommenden Leitfaden zum Kreationismus in Deutschland wird dieser da sein. Ich kann nur raten, sich das Buch schonmal vorzubestellen! Diese traurige Welt braucht ihre Lacher ... [6]
Und vielleicht klärt uns Thomas Junker in diesem Werk auch endlich über die uns allen unbekannten, geheimen Experimente auf, mit denen schon in den 1950ern Jahren nachgewiesen wurde, dass Leben leicht aus unbelebter Materie entstehen kann [2].
Es gibt jedoch auch gute Nachrichten:
Zum Beispiel die, dass Mike Behe dieses Jahr auch ein neues Buch veröffentlichen wird [7].
Auch sind gleich mehrere neue, deutschsprachige ID-Internetplattformen geplant [8]. Doch dazu in Kürze mehr.
Doch bis dahin können wir uns erstmal zurücklehnen, es ist alles wie immer. Es geht weiter, wie schon im Vorjahr – den Evolutionsbiologen (der AG Evolutionsbiologie vom vdbiol) sei Dank!
[1]http://evolution-schoepfung.blogspot.com/2006/11/hintergrundinformationen.html
[2]http://evolution-schoepfung.blogspot.com/2007/01/ein-verspteter-jahresrckblick-fr-2006.html
[3]http://evolution-schoepfung.blogspot.com/2006/11/es-gibt-keine-dummen-antworten-nur.html
[4]http://www.kritische-naturgeschichte.de/Seiten/forumbeitraege.html
[5]http://evolution-schoepfung.blogspot.com/2007/01/evolution-ein-kritisches-lehrbuch-ist.html
[6] http://www.lit-verlag.de/isbn/3-8258-9684-3
[7]http://www.writersreps.com/book.cfm?BookID=430
[8]Zum Beispiel: www.missinglink.info


2 Kommentare:
Ein ganz und gar billiger Kommentar. Kutscheras Buch schon im Vorfeld als "Lacher" zu bezeichnen, noch bevor dieses auf dem Markt ist, ist schon reichlich armselig. Darüber kann auch das aufgemotzte Forum nicht hinwegtäuschen.
Lieber Mr. Pain in the ass (oder: "Warum man einen Tonfall nicht "billig" nennen sollte, wenn man die selbe Polemik auch benutzt"):
"Ein ganz und gar billiger Kommentar"
Da fehlt der Doppelpunkt ...
"Kutscheras Buch schon im Vorfeld als "Lacher" zu bezeichnen, noch bevor dieses auf dem Markt ist, ist schon reichlich armselig."
Nicht armselig, sondern Logik - genauer genommen Induktion. Das sagt mal erstmal gar nichts über die Qualität des Buches aus (für das ich obendrein auch noch Werbung gemacht habe, indem ich den Kauf wärmstens empfohlen habe!), sondern spiegelt lediglich meine Erfahrungen wieder, bei Kutscheras kreationismusbezogenen Publikationen in schallendes Gelächter auszubrechen. Nichtsdestotrotz wird auch eine sachliche Analyse des Werkes hier erscheinen.
"Darüber kann auch das aufgemotzte Forum nicht hinwegtäuschen."
DAS nehme ich jetzt einfach mal frech als Lob ;-)
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