Donnerstag, Juli 12, 2007

ENCODE - Wissenschaftliche Vorhersage des ID bestätigt

Immer wieder vertraten führende Darwinisten folgende Thesen:

Gene duplications and deletions have occurred from time to time throughout genomes. It is by these, and similar means, that genome sizes can increase in evolution. But remember the distinction between the total capacity of the whole genome, and the capacity of the portion that is actually used. Recall that not all the globin genes are actually used. Some of them, like theta in the alpha cluster of globin genes, are pseudogenes, recognizably kin to functional genes in the same genomes, but never actually translated into the action language of protein. What is true of globins is true of most other genes. Genomes are littered with nonfunctional pseudogenes, faulty duplicates of functional genes that do nothing, while their functional cousins (the word doesn't even need scare quotes) get on with their business in a different part of the same genome.
And there's lots more DNA that doesn't even deserve the name pseudogene. It, too, is derived by duplication, but not duplication of functional genes. It consists of multiple copies of junk, "tandem repeats", and other nonsense which may be useful for forensic detectives but which doesn't seem to be used in the body itself.
Once again, creationists might spend some earnest time speculating on why the Creator should bother to litter genomes with untranslated pseudogenes and junk tandem repeat DNA. [1]
Es wird im Rahmen der DNA Analyse von "nonsense" und "junk" gesprochen, und die Frage nach einem Designer gestellt, der diese Platzverschwendung verantwortet.
Im Widerspruch dazu kam aus dem gescholtenen Intelligent Design Konzept anderslautende Vorhersagen. Auch wurden diesbezüglich andere Erwartungen geäußert. Zum Thema Introns beispielsweise wie folgt entnimmt man der Zusammenfassung einer typischen Arbeit:


The research on functions for introns in the cell is reviewed. Darwinists once generally argued that nonprotein coding DNA are relics of once-functioning genes or useless “junk” DNA that strongly argued against design of the genome. The fact that an enormous quantity of cell resources and energy is invested in these putative vestigial structures, especially in the complex intron splicing mechanism, argues thatintrons have important biological functions including a means of facilitating genetic diversification. Evidence now exists that introns have many functions, including for regulation and structural purposes, and that many of the roles now hypothesized for introns are plausible but need further elucidation. The author concluded that the new knowledge related to introns supports the intelligent design world view. [2]

Denn 1994 hieß es noch bezüglich der Introns in einem Lehrbuch kategorisch:

Unlike the sequence of an exon, the exact nucleotide sequence of an intron seems to be unimportant. Thus introns have accumulated mutations rapidly during evolution, and it is often possible to alter most of an intron’s nucleotide sequence without greatly affecting gene function. This has led to the suggestion that intron sequences have no function at all and are largely genetic “junk". [3]

Es kann also keine Rede sein, dass Müll DNA einfach nur ein flapsiger Ausdruck für eine bis dahin unbekannte Funktionserwartung war, sondern im darwinistischen Kontext ging man von einem evolutionärem Müll aus, der sich in den Genen über die Jahrmillionen einer Entwicklungsgeschichte durch Zufall und Notwendigkeit vom Einzeller zum Menschen ansammelte. Diese Erwartungshaltung wurde klar formuliert und vertreten, so wie man heute noch gerne von funktionslosen Organen spricht, wie das beim Wurmfortsatz, dem Blinddarm, gerne praktiziert wurde und in anderen Fällen, wie angebliche Fehlkonstruktionen der Augen oder des aufrechten Ganges, geschieht.
Solche klare Erwartungshaltungen haben natürlich weitreichende Auswikungen. Wenn man den darwinistischen Begründungen vertraut, kann man Forschungmotivationen dämpfen. William Dembski brachte das auf den Punkt:


Consider the term "junk DNA." Implicit in this term is the view that because the genome of an organism has been cobbled together through a long, undirected evolutionary process, the genome is a patchwork of which only limited portions are essential to the organism. Thus on an evolutionary view we expect a lot of useless DNA. If, on the other hand, organisms are designed, we expect DNA, as much as possible, to exhibit function. And indeed, the most recent findings suggest that designating DNA as "junk" merely cloaks our current lack of knowledge about function. For instance, in a recent issue of the Journal of Theoretical Biology, John Bodnar describes how "non-coding DNA in eukaryotic genomes encodes a language which programs organismal growth and development." Design encourages scientists to look for function where evolution discourages it. [4]


Mittlerweile liegen erste belastbare Untersuchungsergebnisse vor. Sie wurden im Rahmen des ENCODE Projekts getätigt.

Zweierlei wird deutlich:
  1. Im Rahmen der ID Forschung wurden klare Erwartungen formuliert und wissenschaftliche Voraussagen gemacht, zum Beispiel über die Funktion von sogenannter "Junk DNA", und das im großen Ausmaße. Dies zu einer Zeit als gerade die Junk DNA als Paradebeispiel gegen das ID Konzept ins Felde geführt wurde.
  2. Es gibt nun handfeste Belege, die zeigen, dass die ID Erwartungen sich weitestgehend erfüllen, während die Erwartungen der darwinistischen Evolutionstheorie widerlegt wurden.
So erklärt in einem Rundfunk - Interview "Encode"-Koordinator Ewan Birney vom Europäischen Bioinformatik-Institut in Cambridge, England.


Vor zehn oder fünf Jahren wurden die Regionen zwischen den protein-codierenden Genen noch als Müll bezeichnet. Aber der Müll ist kein Müll. Wir weisen jetzt eindeutig nach, dass diese Regionen voller aktiver Elemente stecken. Sie steuern das Erbgut und bestimmen, welche Gene an- und ausgeschaltet werden. [5]


Francis Collins, Direktor des National Human Genome Research Institute, zum Gebrauch des Begriffs "Junk DNA":


I've stopped using the term. Think about it the way you think about stuff you keep in your basement. Stuff you might need some time. Go down, rummage around, pull it out if you might need it. [6]


Das ist ein interessanter Gedanke und erinnert an eine Datenbank, die Informationen bereit hält, um sich veränderten Rahmenbedingungen in der Zkunft anpassen zu können. Genau so wird evolutionäre Software gebaut. Man packt einen Rucksack für trockene und heiße Gegenden, obwohl der Startplatz in einer weitläufiger Oase liegt, um dann die Wüste zu durchqueren. Das ist potentielles Design. Eine Erwartung im Rahmen des ID, wie sie in [8] eingehender erläutert wurde.


Literatur

[1] The Information Challenge, Richard Dawkins, May 2007, Link: http://www.skeptics.com.au/articles/dawkins.htm

[2] The Functions of Introns: From Junk DNA to Designed DNA, Jerry Bergman, September 2001, Link: http://www.asa3.org/aSA/PSCF/2001/PSCF9-01Bergman.pdf

[3] Bruce Alberts, Dennis Bray, Julian Lewis, Martin Raff, Keith Roberts, and James D. Watson, Molecular biology of the Cell, pg. 373 (3rd Ed., 1994).

[4] Science and Design, William Dembski, Oktober 1998, Link: http://www.firstthings.com/article.php3?id_article=3580

[5] Deutschlandfunk, Grammatik für das Leben, Juni 2007, Link: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/635967/

[7] Wired, One Scientist Junk is a Creationist Treasure, June 2007, Link: http://www.wired.com/science/discoveries/news/2007/06/junk_dna

[8] Klaus Lange, Software Design als Impulsgeber der Genetik, April 2007,Link: http://evolution-schoepfung.blogspot.com/2007/04/klaus-lange-software-design-als.html

4 Kommentare:

PMP hat gesagt…

Du sagst das
"Zweierlei wird deutlich:
1. Im Rahmen der ID Forschung wurden klare Erwartungen formuliert und wissenschaftliche Voraussagen gemacht, zum Beispiel über die Funktion von sogenannter "Junk DNA", und das im großen Ausmaße. Dies zu einer Zeit als gerade die Junk DNA als Paradebeispiel gegen das ID Konzept ins Felde geführt wurde.
2. Es gibt nun handfeste Belege, die zeigen, dass die ID Erwartungen sich weitestgehend erfüllen, während die Erwartungen der darwinistischen Evolutionstheorie widerlegt wurden."

das kann man so nicht stehen lassen. "Junk-DNA" bedeutete nichts weiter als das keine konkrete Funktion bekannt war. Das hiess aber keinesfalls das dann jeder Biologe zufrieden war und gesagt hat: "OK, das ist Müll, müssen wir nicht untersuchen". Die Intron-Forschung wurde zu einem sehr heissen Gebiet der Genetik gerade weil die Funktionen nicht klar waren. Das für Junk-DNA niemals eine Funktion gefunden werden würde war niemals eine "Erwartung der darwinistischen Evolutionstheorie" - nur die einzelner Forscher, das hat die Forschung aber als ganzes niemals aufgehalten, sonst hätte es ja auch keine Fortschritte gegeben ;-).
Du kannst es deshalb nicht so darstellen als ob eine Erwartung der Evolutionstheorie widerlegt wurde und eine von ID bestätigt.

Wo ich dir allerdings zustimmen muss, ist der Punkt das die Existenz von Junk-DNA zu Unrecht als Argument gegen Design ins Feld geführt wurde.

Anonym hat gesagt…

Junk-DNA hat man deswegen als "Junk" bezeichnet, weil man sie allgemein für funktionslosen Schrott hielt. Es hat jedoch immer Gegenstimmen gegeben. Ernst Mayr beispielsweise hat selektionstheoretisch dafür argumentiert, dass in der Junk-DNA Funktionen liegen müssen. Andere Darwinisten haben in die andere Richtung argumentiert und wollten auch noch ein Argument gegen ID aus "Junk"-DNA machen. Letzterer Versuch ist jetzt ziemlich gescheitert.

Tatsache ist aber, dass weder ID-Theoretisch noch Evolutionstheoretisch _harte_ Aussagen zur Junk-DNA gemacht werden konnten. IDler könnten durchaus mit größeren Mengen JUNK-DNA leben. Siehe auch:

http://rammerstorfer-markus.batcave.net/IDFAQ.htm#C5

Zwar sind "harte" Vorhersagen weder aus ID-Richtung noch von Evolutionstheoretikern machbar gewesen, aber in der Tendenz liegt es aus ID-Perspektive schon näher, nach Funktionen zu suchen. Es liegt ganz einfach näher, hinter scheinbar unsinnigen und chaotischen Sachverhalten, unerwartete Komplexitäten zu vermuten (und zu suchen). Klare Vorhersagen und Falsifizierungen sind das aber alles nicht. Das liegt auch im Wesen der Ursprungsforschung allgemein: Man muss Sachverhalte erklären, lange nachdem sie zustande kamen. Es ist immer deutlich spekulativ, sich einen Reim auf einmalige historische Abläufe zu machen.

Darum ist es sehr gewagt zu schreiben, ID hätte hier eine wissenschaftliche Vorhersage gemacht. ID hat eher eine Richtungsangabe gemacht.

Anonym hat gesagt…

Zu Quelle 8:

Junker & Rammerstorfer haben diesen Grundgedanken unter dem Stichwort "Potentielle Komplexität" verfolgt:

http://rammerstorfer-markus.batcave.net/POCnetV.pdf

Tarlanc hat gesagt…

>Es gibt nun handfeste Belege,
>die zeigen, dass die ID Erwartungen
>sich weitestgehend erfüllen,
>während die Erwartungen der
>darwinistischen Evolutionstheorie
>widerlegt wurden.

Da würde es mich doch schon brennend interessieren, wie widerlegt werden konnte, dass die Introns durch wiederholte Kopie und Mutation von funktionalen Genen entstanden ist. Denn das ist die einzige Aussage, welche die Evolutionstheorie über diese Sequenzen macht.
Dass sie keine Funktion haben, ist keine Aussage der Evolutionstheorie (welche generell kaum Aussagen über den Sinn, sondern nur über die Entstehung von Leben macht), sondern eine Annahme, die sich auf der frühen Genetik abstützte, welche die Epigenetik noch nicht in diesem Masse für möglich hielt.

Dass Introns eine Funktion haben können ist bereits in die moderne Biologie und damit auch die synthetische Evolutionstheorie eingegangen, was zum ersten Mal auch konservative Introns erklärt. Hochvariable Introns, welche jedoch nicht einmal epigenetische Funktionen haben, werden vorläufig noch immer als 'Müll' betrachtet. Nicht, weil sie keine Funktion haben, sondern weil ihre Funktion auch von jeder beliebigen anderen Sequenz übernommen werden könnte, also auch von funktionalen Genen, welche den Platz sinnvoller nutzen würden.