Natürliche Selektion war bereits vor Darwin in der Diskussion. Ein Beispiel dafür findet sich bei Edward Blyth, aber wie Stephen Jay Gould ausführte diskutierten "alle guten Biologen" natürliche Selektion "in den Generationen vor Darwin" (GOULD 2002, S. 137).
Verschiedentlich wurde vor diesem Hintergrund die Originalität von Darwins Theorie der natürlichen Selektion angezweifelt, welche bekanntlich als Antwort auf den Anschein von Planung bei Lebewesen eine wesentliche Rolle spielt. Mutmaßungen wonach Darwin die zentrale Idee für seine Theorie von Edward Blyth "geborgt" haben soll wurden von Loren Eiseley vorgebracht und sind umstritten.
Gould führt aus, dass natürliche Selektion vor Darwin in der Regel als typerhaltende Kraft betrachtet wurde, welche gegen extreme Varianten und Degeneration der geschaffenen Formen wirkte (S.139). Er betont, dass Darwins Theorie nicht einfach war, dass natürliche Selektion in der Natur aktiv ist. Mit Darwin wurde natürliche Selektion vielmehr zu einer kreativen Kraft evolutionärer Veränderung.
Diskussionen über mögliche Inspirationsquellen für Darwins Ideen haben eher wenig praktischen Nutzen. Dagegen zeigt der Sachverhalt, dass natürliche Selektion bereits vor Darwin bei Biologen diskutiert wurde, die dem Schöpfungsgedanken folgten, dass prinzipiell ganz unterschiedliche Gesichtspunkte bezüglich natürlicher Selektion möglich sind.
Es ist eine Sache Beispiele aufzuzeigen, welche natürliche Selektion in Aktion zeigen (sollen). Es ist eine ganz andere Sache zu demonstrieren, dass natürlicher Selektion eine kreative Rolle zukommt.
Gould, S.J. (2002): "The Structure of Evolutionary Theory" Harvard University Press
Verschiedentlich wurde vor diesem Hintergrund die Originalität von Darwins Theorie der natürlichen Selektion angezweifelt, welche bekanntlich als Antwort auf den Anschein von Planung bei Lebewesen eine wesentliche Rolle spielt. Mutmaßungen wonach Darwin die zentrale Idee für seine Theorie von Edward Blyth "geborgt" haben soll wurden von Loren Eiseley vorgebracht und sind umstritten.
Gould führt aus, dass natürliche Selektion vor Darwin in der Regel als typerhaltende Kraft betrachtet wurde, welche gegen extreme Varianten und Degeneration der geschaffenen Formen wirkte (S.139). Er betont, dass Darwins Theorie nicht einfach war, dass natürliche Selektion in der Natur aktiv ist. Mit Darwin wurde natürliche Selektion vielmehr zu einer kreativen Kraft evolutionärer Veränderung.
Diskussionen über mögliche Inspirationsquellen für Darwins Ideen haben eher wenig praktischen Nutzen. Dagegen zeigt der Sachverhalt, dass natürliche Selektion bereits vor Darwin bei Biologen diskutiert wurde, die dem Schöpfungsgedanken folgten, dass prinzipiell ganz unterschiedliche Gesichtspunkte bezüglich natürlicher Selektion möglich sind.
Es ist eine Sache Beispiele aufzuzeigen, welche natürliche Selektion in Aktion zeigen (sollen). Es ist eine ganz andere Sache zu demonstrieren, dass natürlicher Selektion eine kreative Rolle zukommt.
Gould, S.J. (2002): "The Structure of Evolutionary Theory" Harvard University Press


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