Neben den berühmten Worten "Nichts in der Biologie macht Sinn, außer im Lichte der Evolution." von T. Dobzhansky oder etwa "Es gibt keinen Aspekt des menschlichen Lebens, für den ein Verständnis der Evolution nicht eine unabdingbare Notwendigkeit darstellt.", wie George C. Williams es formulierte, gibt es nun noch einen, sagen wir mal deutlicher, eingrenzenden Sager:
"Biologie kann man nicht verstehen, wenn man die Evolution nicht versteht"
Urheber dieser Aufklärerdefinition ist Dittmar Graf, Professor für Biologiedidaktik an der Technischen Universität Dortmund. Wie allerdings die im Kontext erwähnten angehenden Bio-Lehrer durch die Prüfung kommen, dürfte sich für die meisten Leser dann als Rätsel darstellen.
Quelle:
http://www.jungewelt.de/2009/02-11/048.php
Mittwoch, Februar 11, 2009
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4 Kommentare:
"Urheber dieser Aufklärerdefinition ist Dittmar Graf, Professor für Biologiedidaktik an der Technischen Universität Dortmund. Wie allerdings die im Kontext erwähnten Bio-Lehrer durch die Prüfung gekommen sind, dürfte sich für die meisten Leser dann als Rätsel darstellen."
- Der Artikel spricht nicht von "Bio-Lehrern" sondern von "Lehramtsstudenten"....
Und was soll daran ein Rätsel sein ? Es gibt auch studierte Mediziner die von Homöopathie überzeugt sind und studierte Mathematiker die den Satz des Pythagoras nicht beweisen können.
"Der Artikel spricht nicht von "Bio-Lehrern" sondern von "Lehramtsstudenten"...."
Stimmt, der Artikel spricht von "angehenden Bio-Lehrern". Hab den Beitrag dementsprechend korrigiert.
Ich will noch einen Schritt weiter gehen, zumindest Denkanstöße geben.
Nichts in der Bibel macht einen Sinn, außer man betrachtet es im Sinn der Evolution: Einer kreativen Vernünftigkeit, die im logischen Werden als ewiges Wort wahrgenommen wurde und nur im Licht des jeweiligen Wissens (damit in evolutionärer Weiterentwicklung) zum Leuchten gebracht werden kann.
Oder: Nichts macht an unserem Dasein Sinn, kann dem Homo Sapiens Sinn geben, außer man betrachtet es im Sinne der Evolution, die als ewiges Wort zu verstehen wäre.
Warum kann die Evolutionslehre, deren heutige Betrachtung weit über die Mechanismen des anfänglichen Sozialdarwinismus hinausgeht, die vielmehr als allem gemeinsmes Urprinzip gilt, Wesensgund, Ur-Sache/-grund, nicht wieder echt zur neuen "Arche Noah" werden?
Eine Arche (beherrschender, vernünftiger Ursprung), die nicht nur die zwischen den Weltbildern gezogenen Grenzen überwindet, sondern aufgeklärte Menschen gemeinsam für den auf wissenschaftliche Weise so wunder"bar" erklärten kreativen Kosmos begeistert, die Evolution als ewiges opitimierendes kreatives=schöpferisches Wort verstehen lässt, das auf mündig-menschliche Weise in gemeinsame Verant-wort-ung nimmt.
Wenn man bei meinen Überlegungen meist nur "Bahnhof" versteht, dann liegt das möglicherweise mit daran, dass ich von einem ganz anderes chrislich-historischen Wesen ausgehe, als die Meisten.
Nach meiner heutiges Wissen frei auswertenden Ge-wissheit ging es vor 2000 Jahren nicht um einen jungen Guru oder ein christlologischen Kirchenkonstrukt aufgrund frommer Glaubens-Mythen.
Statt Mythen, heidnischer Göttersöhne, entleerte Gottesbegriffe in jüdischer Gesetzlichkeit... wurde im Fluss allen erstmals kausal erklärten Werdens das "ewige Wort" verstanden. Oder anders: antike Bildung nahm in den Prinzipien des logisch erklärten kosmischen Werdens die einzig verständliche Vermittlung kreativer=schöpferischer Bestimmung wahr. (Ohne diesen Logos selbst vergotten zu wollen, wie in der Stoa.)
Bereits Sokrates hat so den Gottessohn gesehen, wollte bereits in ihm in philosophischer Diskussion eine menschlich-schöpfungsgerechte Verhaltensweise begründen. (Was zu abstrakt war für die damalige Welt.)
Diese damals gegenwärtigen kreative=schöpferische Vernunftügkeit, die heute zu allem Übel auch noch in Berufung auf Jesus abgelehnt wird, wurde in griechisch-jüdischer Glaubensaufklärung vernünftigerweise ein menschliches Gesicht gegeben: Jesus.
Und im Licht dieser evolutionären Entwicklung bzw. der ewigen Reise nach Jerusalem, die ständig den Rückfall in mystische Gottesbegriffe, völlig vermenschlichte Bilder wieder aufholen muss, kann auch die Bibel, die genau uns darauf verweist, verstanden werden.
Um dann im Licht der Evolution die kreativ optimierende "schöpferische Vernunftigkeit" zu verstehen, die der Chefwissenschaftler der kath. Kirche - noch rein dogmatisch - als biblischen und damit geschichtlichen Jesus bekennt.
Ich gebe die Hoffnung auf nicht auf, dass die Grammik der wissenschaftlichen Welterklärung als "schöpferisches Wort" verstehen wird, über das hinaus es nichts über den Gottesbegriff zu sagen gibt.
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